HVHS Niedersächsischer Landesverband der Heimvolkshochschulen e.V.

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Rechtsextremismus - Herausforderung an die Erwachsenenbildung


Thesen von Dr. Thomas Südbeck


Analyse der Situation

  • Es gibt eine Zunahme der "gruppenbezogenen menschenfeindlichen Orientierung" (W. Heitmeyer).
  • Es gibt einen "Extremismus der Mitte", gekennzeichnet durch Abwertungsvorstellungen und eine Zunahme der Abstiegsängste.
  • Die beabsichtigten und unbeabsichtigten Folgen politischer und ökonomischer Entscheidungen werden kaum thematisiert.
  • Immer mehr Menschen - die beunruhigte und beunruhigende Mitte - blicken auf schwierige Anerkennungsbilanzen bezogen auf Schule, Ausbildung, Beruf, Familie/Clique und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Handlungsstrategien

  1. Wir brauchen eine "Pädagogik der Anerkennung", die den Menschen mit Respekt begegnet. "Von der nützlichen Erfahrung, nützlich zu sein" ist ein geeignetes Motto, das den Menschen die Selbstwirksamkeits- Überzeugung zurück gibt;
  2. Die politische Bildung braucht dabei eine Renaissance pädagogischer Kategorien!
  3. Heimvolkshochschulen verstehen sich als "Foren öffentlicher Verständigung". Hier werden Debatten über gesellschaftliche Integrations- und Desintegratiponsprozesse geführt und die beabsichtigten und unbeabsichtigten Nebenfolgen ökonomischer Prozesse thematisiert.
  4. Wesentlicher Bestandteil der Arbeit sind die historische Aufklärung und ein Identitätsdiskurs als Ersatzanker in stürmischen sozialen Gewässern. Es gilt, deutlich zu machen, wozu Fremdenfeindlichkeit, Ablehnung von Heterogenität und Patriotismus führen können.
  5. Rechtsextremismus ist ein Demokratieproblem. Es geht um die Weiterentwicklung der Demokratie. Und es geht darum, gesellschaftliche Teilhabe- und Gestaltungsperspektiven zu erschließen, um die demokratische Teilhabe zu fördern. Das heißt im wesentlichen auch junge Menschen zu demokratischer Partizipation zu befähigen, ihnen Beteiligungsangebote und Beteiligungsmöglichkeiten in unserer demokratischen Gesellschaft aufzuzeigen.
  6. Um die Bildungseinrichtungen in den Stand zu versetzen, diesen anspruchsvollen Auftrag auch zu erfüllen, bedarf es einer angemessenen öffentlichen Förderung.





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