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Umweltbildung mit besonderen Zielgruppen
Viele niedersächsische Heimvolkshochschulen engagieren sich in der ökologischen Bildung.Dabei arbeiten wir mit Kindern wie Erzieherinnen, Senioren, Handwerkern, Lehrern oder Menschen mit Behinderungen und wählen für jede Zielgruppe einen passenden Zugang.Immer ist es den pädagogischen Teams wichtig zu beachten: Welche Besonderheiten ergeben sich bei der Zielgruppe? Welcher Zugang zum Thema liegt nahe? Wie müssen Themen und Methoden variiert werden?
Die HÖB Papenburg arbeitet seit Jahren unter anderem mit Erwachsenen mit geistiger Behinderung: Für sie gibt es hier ein vielfältige Angebote für Freizeiten, Aktivitäten der beruflichen Bildung und der Umweltbildung. Dieses Angebot wurde inzwischen auch auf Menschen mit psychischen Behinderungen und Jugendliche ausgeweitet. Mit diesen Erfahrungen haben die HÖB-Mitarbeiter Martin Placke und Kirsten Kuhlmann Umweltprojekte mit heil- und sozialpädagogischen Fachkräfte konzipiert, die geistig oder psychisch behinderte Menschen sowie Jugendliche betreuen. Wichtig war dabei, wie man Umweltbildung in die Einrichtungen der teilnehmenden Fachkräfte integrieren kann. Zentrale Themen waren Lehmbau, ökologischer Gartenbau und gesunde, nachhaltige Ernährung. Die Betreuer erprobten aber auch neue Wege, wie sie mit ihren Schützlingen Natur erkunden und erleben können und wie sie sie für Umwelt, Tiere und Pflanzen sensibilisieren können.
Die teilnehmenden Mulitplikatoren erarbeiten auch Möglichkeiten, wie sie ihre Einrichtungen trotz knapper Mittel umweltfreundlicher gestalten können. Dabei spielen vor allem Fragen eines effizienten Projektmanagements eine Rolle.
Bei den Osnabrücker Werkstätten sollen nun Umweltmodule für den Berufsbildungsbereich entwickelt werden - zunächst das Modul "Wasser", später ein Modul "Gesunde Ernährung". Diese sollen den neuen Jahrgängen zugute kommen. Andere Einrichtungen wollen der Natur durch das Umgestalten von Freiflächen und einem Innenhof mehr Raum geben ( Freckenhorster Werkstätten, Christophorus-Werk, Tagesbildungsstätte St. Lukas,
St.-Vitus-Werk ).
Die bei dem Projekt in der HÖB gesammelten Erfahrungen können auf vergleichbare Einrichtungen übertragen werden. Dazu gibt es einen Leitfaden auf einer CD-ROM, die auch Lernmodule mitliefert.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website
www.umweltbildung-fuer-menschen-mit-behinderungen.de
